Vogtländische Bräuche




M o o s m a n n - T r e f f e n :

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Der Schöpfer dieser Miniatur-Moosmänner kam aus Bad Elster. Die anderen Moosmänner und Moosfrauen waren dagegen quietschlebendig. Sie nahmen alle, ob jung oder alt, an der Wertung teil.  



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Zum nunmehr 6. Mal fand das Vogtländische Moosmann-Treffen auf dem Plauener Klostermarkt statt. Zu diesem Event hatten die Interessengemeinschaft Klostermarkt, die "Freie Presse" und die Stadtverwaltung eingeladen. Der Klostermarkt war an diesem Samstagnachmittag fest in den Händen der vogtländischen Sagengestalten (Die Moosmann-Sage lernen Sie hier [70 KB] kennen). Die Vogtländer verehren schon fast ihre Moosmänner und Moosfrauen. Angesichts der jüngsten Teilnehmer darf man auch von Mooskindern sprechen.
Eine Auswahl von Fotoimpressionen erhalten Sie in der nachfolgenden Übersicht.

 






Beim Moosmann-Treffen stellten sich die Kostümierten wieder dem Wettkampf. Gewertet wurde in zwei Altersgruppen. Das jüngste Moosmännlein war mal gerade 2 Jahre alt. Die Entscheidung über das schönste bzw. originellste Kostüm trafen letztlich die Zuschauer. Die Länge des gespendeten Beifalls wurde mit der Stoppuhr gemessen und so kam die Platzierung zustande.
Neben dem Moos als dem bestimmenden Element schmückten die Sagengestalten auch noch Kräuter, Pilze, Ästchen, Früchte, Laternen, Kerzen, Blüten u.v.m. Der Fantasie der Kostümierung war keine Grenze gesetzt.



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Über 300 Zuschauer harrten auf dem Klostermarkt bei Minusgraden vor der Bühne aus, um den 10 Teilnehmern am Moosmann-Wettkampf zuzusehen und zuzuhören. Wolfgang Kolbe aus Auerbach verteilte da schon mal seinen Moosmann-Kräuterlikör. Manche der Moosmänner und Moosfrauen hatten auch ihre Fans mitgebracht. Es gab wertvolle Preise zu gewinnen, darunter als Hauptpreis ein fünftägiger Hotelaufenthalt für zwei Personen im Frankenwald.

Mehr Informationen über den vogtländischen "Moosmann" erhalten Sie hier .

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Brauchtum

Im Vogtland stellt oder setzt man zu Heimatfesten und ähnlichen Anlässen solcherart Nachbildungen in Vorgärten und Anlagen, wie hier zum Dorffest in Losa.
Für Sandy und Lisa wurden beim Erkunden dieser originellen Sitzgruppe Oma und Opa richtig lebendig...



... in Kleingera wird immer mehr zur Tradition







In immer neuen Auflagen feiert man in Kleingera das "Pflumpfenfest".
Zum Hintergrund:
"...Als noch nicht jeder Haushalt in Kleingera über den eigenen Wasseranschluss verfügte, gingen die Ortsbewohner zum Dorfbrunnen, um hier ihr Wasser zu holen. Dabei ergab sich die Gelegenheit, zu verweilen und mit anderen einen Schwatz zu halten. Nach dem Einzug der modernen Technik verwaiste die Pflumpf auf dem Dorfplatz etwas. Jahrzehntelang kümmerte sich keiner darum, in welchem Zustand sie sich befand, oder ob sie noch funktionstüchtig war... " (Nach Informationen aus dem Ortschaftsrat).
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Entdeckt in 07989 Teichwolframsdorf Herzlichen Glückwunsch!

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Beitrag erstellt am Montag, dem 20. August 2007

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Auch am gestrigen Sonntag schien wieder ganz Syrau auf den Beinen zu sein und dazu kamen noch die zahlreichen Gäste aus nah und fern.
Sie erfahren im nachfolgenden Beitrag, was der besondere Anziehungspunkt an diesem Nachmittag war...



Sonntag, den 19. August 2007, ab 14 Uhr



Ein Jubiläumsfest im Vogtland, so wie die Feierlichkeiten zu "725 Jahre Syrau", wären ohne F e s t u m z u g undenkbar! So stellten auch die vielen ehrenamtlichen Helfer einen solchen auf die Beine, den am Sonntagnachmittag die Besucher als krönenden Abschluss der Festwoche hautnah erleben konnten.



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So wie in den zur Schau gestellten Figurengruppen
(siehe Seite "Figuren im Freien!), spielte auch beim
Umzug der Syrauer Drache eine gebührende Rolle...
Undenkbar auch: ein Festumzug ohne Syrauer Windmühle.
Sie wurde als gelungene Nachbildung beim Umzug mitgeführt...




Die Geschichte der Gemeinde Syrau erlebten die Zuschauer in mehr als 30 Bildern nach. An mehreren Stellen der Strecke wurden per Lautsprecher Erläuterungen für die Gäste gegeben Solche Festumzüge hatten in Syrau schon immer Tradition. Der jetzige wurde auch geprägt durch Bilder nach dem Zweiten Weltkrieg und der politischen Wende. Die Darstellungen der nie unpolitischen Allgegenwärtigkeiten in der DDR fanden große Aufmerksamkeit. Die Akteure des Umzuges liefen teilweise sogar zu schauspielerischen Glanzleistungen auf...


Empfehlung: Blättern Sie durch die nachfolgende
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Syrau: Umzug schließt Jubiläum ab
Schätzungsweise 6000 Zuschauer verfolgen das Spektakel — 700 Mitwirkende

VON JOCHEN POHLINK
Syrau. Mit einem Umzug ist gestern Nachmittag die Festwoche 725 Jahre Syrau zu Ende gegangen. Rund 700 Mitwirkende und geschätzte 6000 Zuschauer gestalteten und sahen die Geschichte des Ortes in 31 Bildern. Gute Karten hatte dabei, wer sich schon gegen 13 Uhr und damit eine Stunde vor Beginn an den Straßen einfand und in der ersten Reihe stehen konnte.
Den Zug führte eine Kutsche mit Bürgermeister Achim Schulz samt Ehefrau an. In bunter Folge reihten sich Darstellungen aus der Geschichte des Dorfes von den Anfängen der Besiedlung bis in die Neuzeit. Darunter waren auch dunkle Kapitel wie der Dreißigjährige Krieg und die Pest, die Not und Elend brachten.
Nach und nach trugen die Wagen modernere Züge. So etwa bei der Präsentation zur Entwicklung der Schule, der Post, der Eisenbahn oder der Feuerwehr. Selbst Sachsen-König Friedrich August III. nebst Gattin, alias Falk und Rielana Zeh, gaben sich die Ehre und erinnerten an den Besuch des Monarchen im Jahr 1912. Bildern aus der Entwicklung des Gaststättenwesen und der Vereine folgten die von der Entdeckung der Drachenhöhle. Die Darstellerin des Drachens, Christina Schmidt aus Syrau, war rasch ein begehrtes Fotoobjekt.
Musikalisch umrahmt wurde der Umzug durch die Schalmeienzüge des Schlachthofs Plauen, des Jugendorchesters Plauen und der Feuerwehr Bernsgrün. Besucher wie Herbert Müller aus dem thüringischen Zeulenroda waren begeistert: „Toll, was in einer so kleinen Gemeinde alles auf die Beine gestellt wurde”. Syrau hat rund 1700 Einwohner…

 




Repro großklicken * Fotos (2): Ellen Liebner/Freie Presse



…Und wer von den Fans rechtzeitig einen Platz im Zelt ergattert hatte, musste Sitzfleisch beweisen, denn Aufstehen war nur bei Strafe des Platzverlustes möglich.
Aber auch außerhalb des Festgeländes wurde einiges geboten. So konnten sich Besucher bei einem Hubschrauberrundflug den Ort von oben anschauen. Andreas Scherf aus Syrau, der mit zwei Töchtern kurz vor 18 Uhr dem Helikopter entstieg, meinte: „Sicher nicht ganz billig, aber das Erlebnis war es unbedingt wert.”

Quelle: „Freie Presse“/Plauener Zeitung vom 20. August 2007

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