Alte und neue Technik



Noch heute in der Wallstraße in Elsterberg:



Hilfsmittel für den Waschgang und für die Zeit bis zu "schrankfertiger" Wäsche, gab es und gibt es viele. Selbst für das Erhitzen eines alten, gusseisernen Bügeleisens war eine umständliche Prozedur notwendig, um die gewaschenen Stücke wieder tragbar oder für andere Zwecke präsentabel zu machen. Zu den technischen Möglichkeiten einer solchen Nachbehandlung gehörte früher die "Wäscherolle", im Vogtland auch "Wäschemangel" oder kurz "Mangel" genannt. Wer sich einen solchen Koloss ins Haus holte, bot diese Dienste früher oder später auch anderen in der Straße oder im Wohnort an. In Elsterberg gab es in der Vergangenheit solche Wäscherollen beispielsweise am Steinweg, in der Ernst-Thälmann-Straße, in der Gartenstraße, Schloßstraße ... und in der Wallstraße.

  Repro



Das Grundprinzip einer solchen Wäscherolle war folgendes: Zwischen Leinentüchern wurde die Wäsche sorgfältig gelegt und anschließend straff über die Rollen gewickelt. Der offene oder geschlossene Überbau, der durch eine Steinfüllung zentnerschwer war, übte einen gewaltigen Druck aus, wodurch die Wäsche geglättet wurde...



Eine solche voll funktionsfähige Wäscherolle befindet sich noch heute im Besitz von Christine Schröder in der Wallstraße 4 in Elsterberg. Die Mangel ist über 100 Jahre alt.
Klaus Starke hatte die Idee und die Fotos dazu, den Websitebesuchern diese heute nostalgisch anmutende Technik näher vorzustellen.
Empfehlung:
Blättern Sie durch die nachfolgende Bildergalerie
Fotos (7): Klaus Starke
Fotomontage und Repro: Rudolf Dick
 



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Wäscherolle in der Wallstraße 4

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Aus Erfahrung wissen die einen und nach dem Durchdenken dieser Webpräsentation auch die anderen, dass das Waschen früher zu einem regelrechten "Waschfest" wurde. Die anderen Arbeiten ruhten und auch Kind und Kegel mussten mitarbeiten. Das nachfolgende Repro vermittelt einen anschaulichen Eindruck von diesem Höhepunkt in einer Familie um die Jahrhundertwende. Bevor ein Kleidungsstück wieder am Körpter tragbar war oder ein anderes Wäschestück wieder seine Aufgabe erfüllen konnte, waren unzählig viele, meist aufwendige und oft kraftanstrengende Handgriffe notwendig.
Angesichts der heutigen vollautomatischen Waschmaschinen, elektrischen Dampbügeleisen oder modernen Dienstleistungsunternehmen sind diese auf der Websit präsentierten Hausarbeiten kaum noch vorstellbar.
Waschen im Wandel der Zeiten
Gönnen Sie sich eine kleine Zeitreise zum Thema Wäsche, indem Sie die nachfolgende (und nach meiner Meinung hervorragend gelungene) Website besuchen:

www.oldiewash.de

Die Presse berichtet:

Beim Nachbarn 08491 Brockau:



Die nachfolgenden Fakten und Zusammenhänge verdankt Vogtland-Blicke.de den gründlichen und sehr anschaulichen Erläuterungen durch Herrn Dietz vor Ort bzw. den großzügig zur Verfügung gestellten Informationsmaterialien.Er setzte zu Demonstrationszwecken auch Stickmaschinen in Gang...
An dieser Stelle ein großes Lob und ein ebensolches Dankeschön für das Gesehene und Gehörte)







Das traditionsreiche Unternehmen C.R. Wittmann-Plauener Spitzen und Gardinen- entstand im Jahre 1924 und hat sich 1992 nach den politischen Veränderungen in Deutschland neu als
Firma C.R. Wittmann Nachfolger
gegründet.






In dem 150 Quadtratmeter großen, modern eingerichteten "Verkauf ab Fabrik" werden alle Produkte des umfangreichen Sortiments an hochwertigen Plauener Spitzen und Gardinen auch an Privatpersonen zu Werkspreisen verkauft. Der Schwerpunkt liegt dabei auf konfektionierten Gardinen sowie Heimtextilien wie Tischdecken u.a. Es wird jede gewünschte Größe gefertigt.
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Weltgrößte echte klassische Plauener Spitzendecke



Sie wurde im Jahr 1941 bei der Firma C.R. Wittmann in Brockau gestickt und hat die Maße von 270 x 240 cm. Sie besteht aus 100 % Baumwolle. Es waren 1.700.000 Nadelstiche notwendig, um die 1250 Einzelteile, die in der Decke enthalten sind, zu produzieren. Anschließend wurden diese Einzelteile in reiner Handarbeit mit einer Wickelmaschine zusammgefügt, erklärte Firmeninhaber Arnfried Dietz (Bild).


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Firmeninhaber Arnfried Dietz führt die Besucher durch die Großstickerei. Das Unternehmen steht auch zur Besichtigung durch angemeldete Reisegruppen offen.

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Die Großstickmaschinen, die seit Jahrzehnten in guter Qualität arbeiten, wurden 1997 um zwei 30-Meter-Großstickmaschinen ergänzt. In Deutschland existieren zur 4 Maschinen diesen Typs.
Mit der Firmenneugründung im Jahre 1992 wurde eine umfangreiche Investitionstätigkeit eingeleitet. Seit 1999 ist die Firma in der Lage, dem Kunden ein breites Sortiment, von der Entwicklung gefragter Stickerzeugniss bis hin zu fertig konfektionierter Ware, zur Verfügung zu stellen